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Feynman und seine Bongos: 10 Dinge, die du in „Oppenheimer“ verpasst hast

Christopher Nolans „Oppenheimer“ hat Physik wieder sexy gemacht. Für mich war der Film ein absolutes Highlight, weil viele große Physiker des 20. Jahrhunderts und der Quantenmechanik Gastauftritte hatten – Gold für ein Fangirl wie mich! Ich war mit meinen Physik-Freund:innen im Kino und wir haben im Anschluss darüber diskutiert, wen wir alles erkannt haben. Es gab im Film aber auch einige Details, die vielleicht nicht allen aufgefallen sind oder hinter denen mehr steckt, als auf den ersten Blick scheint. Deshalb teile ich heute mit euch zehn Dinge, die ihr in Oppenheimer vielleicht verpasst habt.

Quanta are watching you: Der Beobachtereffekt

Ich habe neulich das Buch „The Circle“ von Dave Eggers gelesen. Es geht um eine Facebook-Twitter-ige Internetfirma namens „The Circle“, die vollständige Transparenz und Vernetzung schaffen will – Privatsphäre bleibt dabei leider auf der Strecke. „Würdest du sagen, dass du dich anders verhältst, wenn du weißt, dass du beobachtest wirst?“ Das Zitat stammt von einem der Circle-Bosse, mit dem er seine allgegenwärtige Überwachung begründen will. Ich bin mir sicher, dass wir alle diese Frage bejahen würden. Unter Beobachtung benehmen wir uns anders, als wenn wir allein sind. Heißt das also, dass die reine Beobachtung unser Verhalten beeinflusst?

Noble Verschränkung

Wie Andy Williams sang: It’s the most wonderful time of the year! Nein, nicht Weihnachten – die Nobelpreise wurden vergeben! Dieses Jahr hatte das Nobelpreiskomitee ein besonderes Geschenk für uns: Ein Nobelpreis für Quantenphysik! Exakt 10 Jahre nach dem letzten großen Nobelpreis an die Quantenphysiker Serge Haroche und David Wineland. Keine Frage, dass wir uns das genauer anschauen müssen.

Welle-Teilchen-Dualismus

Licht in der Identitätskrise

Manchmal muss man sich entscheiden. Manche Dinge hasst man zum Beispiel, oder man liebt sie. Wie Rosenkohl, Marzipan oder das Dschungelcamp. In anderen Fällen gibt es kein Entweder-oder und man muss sich für eine Seite entscheiden: Katzen oder Hunde, Edward oder Jacob, Welle oder Teilchen.

Die zwei Geburtstage der Quantenphysik – Teil 2: Einstein und der Funke, der übersprang

Ist Einstein der Vater der Quantenphysik? Obwohl die meisten ihn wohl eher mit der Relativitätstheorie in Verbindung bringen, so hat Einstein doch maßgeblich zur Entwicklung der Quantenphysik beigetragen. Tatsächlich erhielt er seinen Nobelpreis 1921 nicht etwa für die Relativitätstheorie, sondern für seine Erklärung des photoelektrischen Effekts – eines der Schlüsselexperimente der Quantenphysik. Und wie viele Entdeckungen in der Physik war auch diese: reiner Zufall.